Gemeinsam mit demInternationalen Hoffman Institut sind wir darum bemüht, die neuesten und für den Hoffman Prozess relevanten Forschungsergebnisse auszuwerten und umzusetzen. So wird das Training in den unterschiedlichen Ländern und Kulturen ständig an zeitgenössische gesellschaftliche Rahmenbedingungen angepasst und damit die kontinuierliche Qualität der Arbeit gewährleistet.

Inzwischen wurde durch eine Reihe von Untersuchungen zum Hoffman Prozess wissenschaftlich belegt, dass es durch dieses Training zu lang anhaltenden Verbesserungen der emotionalen und sozialen Kompetenz kommt.

Hoffman Prozess als Persönlichkeitsentwicklung, 2007
Ein wissenschaftlicher Überblick, 2004
Die Davis Studie, 2003
Die Windhausen Studie, 1997
Der Caldwell Report, 1993
Die Candate Studie, 1991



HOFFMAN PROZESS ALS PERSÖNLICHKEITSENTWICKLUNG 2007

Inga Oltersdorf geht in ihrer Diplomarbeit der Frage nach, inwieweit der Hoffman Prozess ein wirksames Werkzeug zur Persönlichkeitsentwicklung in der Erwachsenenbildung ist. Sie gibt einen präzisen Überblick über die großen Denker der Humanistischen Psychologie. Die einzelnen, den Hoffman Prozess gestaltenden Elemente, werden vor diesem Hintergrund beschrieben und ihre Wirksamkeit erläutert.

Vor dem Hintergrund aktueller, gesellschaftspolitischer Diskussion vertritt sie die These, dass ‚mehr Solidarität in unserer Gesellschaft überlebenswichtig ist. Dies bedeutet konkret, sich für mehr Zusammenhalt zu engagieren und in Gemeinschaft statt Isolation zu leben. Dafür braucht es ein selbstverantwortliches Denken und Handeln.’ In diesem Zusammenhang beschreibt sie den Hoffman Prozess als ein effizientes Konzept zur erwachsenen Weiterbildung, das wesentliche Fähigkeiten der emotionalen Selbstführung und der Beziehungsfähigkeit vermittelt.

"Meiner persönlichen Erfahrung nach ist das Training ein effektiver Beitrag für ein selbstverantwortliches Miteinander. Die langfristig angelegten Veränderungen führen zu einem selbstbestimmten Leben. Dies kann als ein Beitrag angesehen werden, dass Menschen in unserer Gesellschaft wieder mehr zueinander finden, statt sich voneinander abzuwenden."

Diplomarbeit als Download

EIN WISSENSCHAFTLICHER ÜBERBLICK

Die wissenschaftliche Untersuchung von therapeutischen Angeboten ist vor allem deshalb wichtig, um zu überprüfen, ob das im jeweiligen Programm Versprochene, auch tatsächlich erreicht wird. Zum anderen werden durch wissenschaftliche Studien Angebote in ihrer Wirksamkeit miteinander verglichen. Wissenschaftliche Untersuchungen basieren auf objektivierbaren und weit gehend unabhängigen Methoden. Insbesondere in Zeiten vielfältiger Angebote stellen ihre zumeist an Universitäten gewonnenen Ergebnisse somit richtungsweisende Informationen für die Öffentlichkeit dar. Dr. Katrin Reuter von der Universität Freiburg gibt einen Überblick über die neuesten wissenschaftlichen Untersuchungen zum Hoffman Prozess.

Studie als Download

DIE DAVIS STUDIE

Im Jahre 2003 beendeten Professor Michael R. Levenson und Carolyn M. Aldwin von der Universität Davis in Kalifornien/ USA ihre 3-jährige Langzeitstudie zum Hoffman Hoffman Prozess. Die Ergebnisse dieser Studie belegen, dass die Teilnehmer des Trainings einerseits eine Verminderung ihrer negativen Emotionen (Depression, Ängste, Feindseligkeit, zwanghafte Verhaltensweisen) erleben, während es gleichzeitig zu einem Anstieg bei den positiven Emotionen kommt: emotionale Intelligenz, Zufriedenheit, spirituelle Erfahrungen, Selbstführung, Empathie, Vergebung und körperliche Vitalität. In allen Fällen handelt es sich um signifikante Veränderungen, die über den untersuchten Zeitraum von 1 Jahr stabil und konstant blieben.

Interview zur Davis Studie als Download

DIE WINDHAUSEN STUDIE

Veränderte Selbstbilder – Eine kontrollierte Effektivitätsstudie mit Katamnese zum Hoffman Prozess. (Christiane Windhausen, Westfälische-Wilhelms-Universität Münster, 1997)

Christiane Windhausen hat 1997 an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster die erste Langzeituntersuchung über den Hoffman Prozess in Deutschland durchgeführt. Dazu wurden 65 Klienten, die den Hoffman Prozess in den Jahren 1994 und 1995 besucht hatten, als Kontrollgruppe für diese Untersuchung aus dem Theodor Fliedner-Krankenhaus in Ratingen-Lintorf verglichen.

Durch den Hoffman Prozess, so belegt die Studie, erleben die Teilnehmer einen sprunghaften Anstieg ihrer sozialen Kompetenz. Sie sind nach dem Prozess aufgeschlossener gegenüber anderen Menschen, können ihre Bedürfnisse offener ausdrücken und verfügen über eine intensivere Erlebnisfähigkeit. Die Teilnehmer erleben in allen erhobenen Symptombereichen einen signifikanten Rückgang der Beschwerden. Die grundlegendsten Verbesserungen zeigen sich im Bereich der Selbstsicherheit, der Selbstannahme und der Veränderungsfähigkeit. Darüber hinaus erweist sich der Hoffman Prozess als ein wirksames Programm zur Verbesserung der Beziehungsfähigkeit und zur Entwicklung emotionaler Kompetenzen wie Selbstwahrnehmung, Erlebnisfähigkeit, Problem- und Konfliktbewältigung, Leistungsfähigkeit, Veränderungskompetenzen und Verantwortungsbewusstsein.

Studie als Download

DER CALDWELL REPORT

In einer ersten Pilotstudie zum Hoffman Prozess untersuchten Alex B. Caldwell und Curtis S. Hileman 1993 58 Personen, die an einer frühen Form des Hoffman Prozesse teilgenommen hatten. Bis 1986 wurde der Hoffman Prozess nicht in einem 8-tägigen Intensivprogramm dargeboten, sondern in Form von zwei 3-Stunden-Sitzungen pro Woche über einen Zeitraum von 12 Wochen. Obwohl die wesentlichen Strukturelemente des Trainings über die Zeit gleich geblieben sind, wurde der Hoffman Prozess im Laufe der Jahre grundsätzlich überarbeitet verfeinert und adaptiert. Außerdem gab es innerhalb dieser ersten Studie keine Kontrollgruppe – ein unverzichtbares Gütesiegel der späteren Forschungen.

Dr. Alex B. Caldwell und Dr. Curtis S. Hileman befragten die Teilnehmer vor und unmittelbar nach dem Training anhand des MMPI (Minnosota Multiphasic Personalty Inventory). Der MMPI ist einer der bekanntesten Tests, um psychische Störungen und ihre Veränderungen zu erheben.

Die Ergebnisse des Caldwell Reports haben ein gutes Fundament gelegt, um die psychologische Relevanz des Hoffman Prozess zu erfassen. Insgesamt bestätigen die Forschungsergebnisse, dass die Klienten in allen untersuchten Bereichen einen positiven Anstieg ihrer Befindlichkeit verzeichneten. Sie verfügen nach den 12 Trainings-Wochen über ein verstärktes psychologisches Anpassungsvermögen. Die Teilnehmer verfügten nach dem Training über eine wesentlich gesündere Haltung gegenüber ihren Eltern. Gleichzeitig erlebten die Teilnehmer eine größere Selbstakzeptanz und Selbstwertschätzung, die sich in verminderter Ängstlichkeit und Depression auswirkte. Der Umgang und die Begegnung mit anderen Menschen waren vertrauensvoller und offener.

DIE CANDATE STUDIE

Die Candate Studie von 1991 umfasste 31 Personen, die zwischen 1985 und 1991 am Hoffman Prozess teilgenommen haben (in diesem Fall handelte es sich bereits um das 8-Tage-Programm). Alison Candate fragte mit ihrer wissenschaftlichen Untersuchung allgemein nach den positiven Veränderungen, die Hoffman Prozess Absolventen in ihrem Leben beschreiben. Die Teilnehmer kamen aus völlig unterschiedlichen sozialen Hintergründen und Bildungsschichten und verfügten über ein sehr unterschiedliches monatliches Einkommen. Dabei hatte weder ihr Bildungsstand, ihr Alter, ihr Geschlecht, ihr Reifegrad, noch die Tatsache, ob sie bereits über Therapie- oder Selbsterfahrungen verfügten, einen Einfluss darauf, was sie aus dem Hoffman Prozess mitnehmen konnten.

Hier sind einige wesentlichen Ergebnisse der Studie:

100 %: Ich akzeptiere mich nach dem Hoffman Prozess mehr als vorher.
97 %: Der Hoffman Prozess hat mir geholfen, meinen eigenen Wert und den Wert meiner Beziehungen mehr zu schätzen.
97 %: Nach dem Hoffman Prozess erlebe ich viel häufiger Gefühle wie Freude, Glück, Ausgelassenheit und Vergnügen.
97 %: Der Hoffman Prozess ermöglicht mir, anderen Menschen gegenüber offener zu sein und eine tiefer Verbundenheit mit ihnen zu fühlen.
100 %: Ich habe während des Hoffman Prozess immer wieder Gefühle von Ruhe und Gelassenheit erlebt.
91 %: Durch den Hoffman Prozess hat sich mein Gefühl für meine persönliche Verantwortung verstärkt.
97 %: Durch den Hoffman Prozess hat sich meine Beziehung zu meinen Eltern, meinen Kindern und meinem Partner wesentlich verbessert.
97 %: Der Hoffman Prozess war eine der wichtigsten Erfahrungen meines Lebens.
97 %: Ich kann den Hoffman Prozess aus vollem Herzen Freunden, Mitarbeitern und Familienmitgliedern empfehlen.